Felix Burda Award 2012 für das Darmzentrum Köln e.V.

Das Darmzentrum Köln e.V. ist am 22. März von der Felix Burda Stiftung mit dem Felix Burda Award 2012 in der Kategorie Public Prevention (Öffentliche Prävention) ausgezeichnet worden. Mit diesem "Oscar für Prävention" wurden in diesem Jahr zum 10. Mal die erfolgreichsten, innovativsten und herausragendsten Projekte und Leistungen auf dem Gebiet der Darmkrebsvorsorge ausgezeichnet.

Mehr Informationen unter: www.felix-burda-award.de.

Die Jury zeigte sich beeindruckt von dem positiven Geist und der Kosteneffizienz der Veranstaltungsreihe "KÖLNER-GEGEN-DARMKREBS", der reichen Vielfalt der Einzelaktionen, dem großen Einsatz sowie der hochprofessionalisierten Organisation und Durchführung dieser beispielhaften konzertierten Stadtaktion.

Der Preis ist für das Darmzentrum Köln e.V. ein großer Ansporn sein Angebot an die Kölner Bevölkerung weiter zu verbessern.

Im Rahmen des "Darmkrebs-Monat März" 2011 hatte das Darmzentrum Köln e.V. mit der engagierten und erfolgreichen Veranstaltungsreihe "KÖLNER-GEGEN-DARMKREBS" unter der Schirmherrschaft unserer Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes ganz Köln angesprochen. Unter anderem gab es eine an Ärzte gerichtete Vortragsveranstaltung im Käthe Kollwitz Museum, eine an das allgemeine Publikum gerichtete open-air Infotainment-Veranstaltung zur Darmkrebsfrüherkennung mit etlichen Künstlern unter massgeblicher Unterstützung durch den Kölner Künster Cornel Wachter und u.a. den bläck fööss und dem 1. FC Köln in der Kölner Südstadt und eine Abendveranstaltung im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud mit Talk-Runde unter professioneller Moderation durch Julitta Münch, bekannt durch das ARD-Morgenmagazin und WDR5 Hallo Ü-Wagen, mit kulinarischem und musikalischem Rahmenprogramm (http://www.koelner-gegen-darmkrebs.de/). Zigtausend Plakate und Flyer sowie etliche Zeitungsberichte machten auf die Aktion aufmerksam.

 

Allgemeine Informationen

Darmkrebs ist auch heute noch eine häufig gestellte und für den Betroffenen und seine Angehörigen sehr einschneidende Diagnose.
Allein in Köln erkranken jedes Jahr zwischen 500 und 1000 Menschen daran. Es stellen sich viele Fragen, auf die kompetente Antworten erwartet werden.

Da sich mit der Behandlung verschiedene Expertengruppen befassen, kann es für den Erkrankten schwierig sein, sich in dieser Situation zurechtzufinden.
In Köln haben daher die beteiligten Fachärzte das Darmzentrum Köln e.V. gegründet. Darin sind die meisten in unserer Stadt niedergelassenen endoskopierenden Ärzte (Gastroenterologen, fachärztliche Internisten und Chirurgen mit Berechtigung zur Koloskopie) mit Kassenzulassung, Onkologen und die Chefärzte aller Chirurgischen Abteilungen der Kölner Krankenhäuser zusammengeschlossen.

Den Betroffenen soll dadurch ein Höchstmaß an Betreuung von der Feststellung der Erkrankung, über die Behandlung bis zur Nachsorge und darüber hinaus gewährleistet werden.

Einfache, schnelle und qualitativ hochwertige Hilfe stehen dabei im Vordergrund. Dies wird erreicht durch eine gut abgestimmte Zusammenarbeit zwischen den niedergelassenen und am Krankenhaus tätigen Fachärzten. Alle Beteiligten haben sich zu einer engen Kooperation verpflichtet. Durch die gemeinsame Vernetzung entfallen lange Dienstwege, aufreibende Wartezeiten, unnötige Krankenhausaufenthalte und sinnlose, doppelt durchgeführte Untersuchungen.
Langfristig ist vorgesehen auch noch weitere Arztgruppen (z.B. Pathologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Humangenetiker) oder auch Selbsthilfegruppen in das Netzwerk einzubinden.

Strenge Qualitätskriterien, Standardisierung und Einhaltung international wissenschaftlich anerkannter Behandlungs- und Nachsorgerichtlinien sollen den größtmöglichen Erfolg der Behandlung und die Zufriedenheit unserer Patienten sichern. In Absprache der beteiligten Fachärzte wird – sofern erforderlich - ein auf das jeweilige Krankheitsstadium individuell abgestimmtes Nachsorgekonzept erstellt und in einem Patienten-Pass dokumentiert.

Ausserdem wird durch die Bereitstellung der Vorsorgekoloskopie, die Erkennung von Familien mit erhöhtem Darmkrebsrisiko und gegebenenfalls eine humangenetische Beratung die Darmkrebsvorbeugung gefördert.